| Veranstaltung: | KMV Grüne Münster 10.09.2026 - Berichte, Wahlen und Anträge |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 3.2. Offen, ordentlich (4 Plätze) |
| Antragsteller*in: | Albert Wenzel (KV Münster) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 09.09.2026, 21:37 |
B12: Albert Wenzel
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
der Ernstfall ist da. Der AfD fehlen in Sachsen-Anhalt drei Landtagsmandate zur absoluten Mehrheit. Drei! Drei läppische Stimmen trennen eine Truppe von Radikalen und Neonazis von der Macht. Die Bundesregierung taumelt von einer unbeliebten Sparreform in die nächste und verstrickt sich in allerlei inhaltlichen und personellen Widersprüchen der Union. Das Wirtschaftsmodell der Bundesrepublik ist im Umbruch mit allen negativen Folgen. Die finanzielle Schieflage der Kommunen wird jeden Tag größer. Die Weltlage ist geprägt von Autokraten und Kriegen. Der Bundeskanzler beleidigt jeden Monat eine neue Gruppe. Und die Klimakrise wird schlimmer und schlimmer.
Und wir GRÜNE? Wir stehen stabil in den Umfragen bei 13 bis 16 Prozent im Bund, haben teilweise die SPD überholt. In Sachsen-Anhalt holten wir sensationelle 8,9 Prozent. Im März wurde wieder ein Grüner Ministerpräschident in BaWü. Nach der schwierigen Bundeswahl sind wir personell und inhaltlich sortiert. Doch angesichts der Lage im Land und in der Welt beruhigt mich das keineswegs. Nach meinem Eindruck haben wir keine kraftvolle Antwort darauf.
DIeses Land braucht Hoffnung. Und zwar keine vage Hoffnung basierend auf undurchdachten Versprechen von Lautsprechern. Sondern ein Zukunftsmodell, dass sich um die echten Probleme dieser Zeit kümmert und dafür eine positive Vision aufzeigt. Dafür müssen wir die Verteilungsfrage stellen. Wir dürfen weniger Riesen-Erbschaften an Wenige zulassen und müssen dafür Bildung von der Kita bis zum Master oder Meister kostenlos und top ausgestattet machen. Wir müssen auch Reiche an den Sozialsystemen beteiligen und damit eine angemessene Versogung für alle erreichen. Wir müssen Deutschlands Wirstchaft an die Klimakrise anpassen und damit stabile Jobs schaffen. Wir müssen endlich bezahlbaren Wohnraum auf Dauer errichten. Wir müssen die Kommunen mit so viel Geld ausstatten, dass Spielplätze, Brücken und Parks lebendig sind. Wir müssen uns von Vorschriften trennen und mehr ins Risiko gehen.
Diese Vorhaben sind für uns Grüne alle nicht neu, aber ich finde nicht, dass es uns gelingt, unsere Vorstellungen für ein Land konsequent rüberzubringen, in dem es der Mehrheit der Menschen besser geht und nicht schlechter. Mein Eindruck ist, der klassische neoliberale Diskurs hat in der Regierung Merz ein letztes Aufbäumen. Doch, ob danach ein vernünftiger Gerechtigkeitskurs folgt oder sich faschistische Narrative durchsetzen, das haben wir (noch) in der Hand.
Lasst uns die Kraft aufbringen, eine mutige und positive Erzählungen für das Land zu finden, die Verteilungsfragen beantwortet und der Merhehit wieder eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft macht.
Dafür würde ich gern auf der BDK arbeiten. Ich freue mich über euer Vertrauen.
Liebe Grüße
Albert
Kurz zu mir: 29 Jahre alt, Co-Fraktionssprecher der GRÜNEN im Rat der Stadt Münster, seit mehreren Jahren Delegierter auf der BDK. Beruflich in der Beratung von öffentlichen Verwaltungen tätig.
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