| Veranstaltung: | KMV Grüne Münster 13.06.2026 - Landtagskandidaturen, Voten und Delegierte |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 6.1. Quotiert, ordentlich (7 Plätze) |
| Antragsteller*in: | Sonja Völker (KV Münster) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 10.06.2026, 10:47 |
B14: Sonja Völker
Selbstvorstellung
Liebe Grüne,
auf der nächsten LDK werden wir unsere Liste für den Landtag wählen. Aus zwei Gründen möchte ich gerne von euch delegiert werden: um mit abzustimmen und um unsere Kandidat*innen aus Münster in den Absprachen, die üblicherweise am Rande einer solchen LDK ablaufen, in meiner Rolle als politische Geschäftsführerin zu unterstützen.
Bei der Aufstellung solcher Listen wird vor der LDK und auch noch am Rande der Veranstaltung koordiniert, welche Kandidat*innen für welchen Listenplatz antreten. Das ist hilfreich, weil es vermeidet, dass zwanzig Leute für denselben Listenplatz kandidieren (und bis die zwanzigste Person sich vorstellt, hat man die Rede der ersten schon vergessen...). Es nimmt natürlich auch Einfluss darauf, wer wann überhaupt zur Wahl steht, wer um denselben Platz konkurriert und wer wem den Vortritt lässt. Eine zentrale Rolle in diesen Absprachen spielen die Voten aus den Bezirken, für uns also aus dem Bezirk Westfalen. Manches wird ausgehandelt, manches passiert spontan. Bei diesen Abläufen am Rande der Versammlung kann es für unsere Kandidat*innen hilfreich sein, wenn ich als politische Geschäftsführerin vor Ort bin und sie unterstützen kann.
Wenn abgestimmt wird, möchte ich gerne meine Stimme einbringen. Dabei ist mir vieles wichtig: dass auf unsere Liste Menschen mit unterschiedlichen fachpolitischen Schwerpunkten gewählt werden, die in der späteren Fraktion gemeinsam alle Themen gut abdecken können; dass es eine Mischung gibt aus Erfahrung und neuen Leuten; dass mich die Kandidat*innen in ihrer Rede von dem überzeugen, was ihnen wichtig ist; und dass wir eine Liste aufstellen, die gesellschaftliche Vielfalt abbildet.
Dieser letzte Punkt ist die größte Herausforderung. Besonders zwei Gruppen sind in unserer Partei besonders unterrepräsentiert und haben es auch bei Wahlen oft schwer: Menschen mit Migrationsgeschichte bzw. Menschen of Colour und Menschen, die keinen akademischen Abschluss haben. Wir brauchen diese Perspektiven in der Politik und in den Parlamenten, weil sonst ein großer Teil unserer Gesellschaft nicht repräsentiert ist und nicht mitredet. Um das zu ändern, müssen wir dabei ansetzen, wer überhaupt den Weg in politische Arbeit einschlägt - das beschäftigt mich in der Arbeit der BIPoC-Kommission in unserem Kreisverband. Und wir müssen aufpassen, dass wir bei Wahlen nicht (bewusst oder unbewusst) die Kandidat*innen bevorzugen, die denen besonders ähnlich sind, die schon da sind. Das ist mir auf so einer Listen-LDK wichtig.
- Alter:
- 38
- Geschlecht:
- w
