Für ein stabiles und attraktives ÖPNV-Angebot, das eine wirkliche Alternative zum Pkw darstellt, braucht es mehr Investitionen in die Infrastruktur und nicht mehr Ticket-Subventionen.
- Der ÖPNV wird nur attraktiver durch eine stabile und hohe Qualität des Angebots, die aktuelle Entwicklung (insbesondere im Nahverkehr) zeigt leider in eine andere Richtung.
Die Einführung des D-Tickets hat bislang nicht zu einem nennenswerten Umstieg vom Pkw auf den ÖPNV und auch nicht zu einem Rückgang des Autoverkehrs geführt. - Aktuell wird das D-Ticket mit 3,5 Mrd. Euro jährlich subventioniert. Eine Reduzierung des Preises auf 9 Euro würde weitere Milliarden kosten. Diese Mittel fehlen für Investitionen in einen nachhaltigen Infrastrukturausbau, einmal für Ticket-Subventionen ausgegeben entfalten die Mittel keine nachhaltige Wirkung.
- Vom D-Ticket profitieren schon heute vor allem diejenigen, die über ein gutes ÖPNV-Angebot in ihrer Region verfügen. Eine Rückkehr zu einer massiven Subvention mit der Gießkanne benachteiligt diejenigen, die in Regionen ohne flächendeckendes und verlässliches ÖPNV-Angebot leben.
- Dass der Antrag eine Ticket-Subvention „für die Zeit der Krise“ vorschlägt, ist unklar. Die Zeit der Klimakrise, angesichts derer wir die Verkehrswende vorantreiben müssen, wird absehbar nicht enden.

Kommentare