| Veranstaltung: | KMV Grüne Münster 11.03.2026 - Vorstandswahlen und Finanzen |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 4.7. Wahl weitere Vorstandsmitglieder offen (1-3 Plätze) |
| Antragsteller*in: | Lisa-Nicole Bücker |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 08.03.2026, 15:17 |
B12: Lisa-Nicole Bücker
Selbstvorstellung
Hallo Ihr Lieben,
hiermit bewerbe ich mich als Vorstandsmitglied im Kreisvorstand der Grünen Münster.
Ich bin Lisa, 24 Jahre alt, studiere Englisch und Geschichte im Master of Education an der Universität Münster und bin frisch Parteimitglied. Neben dem Studium habe ich in den letzten Jahren bereits viel Zeit und Energie in politisches Engagement investiert: Mein Weg in die Hochschulpolitik begann 2019 bei CampusGrün und hat mich seitdem durch viele unterschiedliche Rollen geführt. Von der Arbeit als Vorsitzende im Haushaltsausschuss, über den Vorstand bei CampusGrün Münster bis hin zum Präsidium des Studierendenparlaments und zuletzt in das Amt der AStA-Vorsitzenden. Hochschulpolitik war dabei nie nur ein Amt, sondern immer auch Überzeugung: dass politisches Engagement und eine lebendige Demokratie davon leben, dass Menschen sich einbringen und Verantwortung übernehmen.
Diese Arbeit hat mir viel beigebracht. Über Strukturen, über Menschen, über mich selbst. Gremienarbeit, Haushaltsverantwortung, Öffentlichkeitsarbeit und Teamführung, aber auch das, was sich schwerer in Stichpunkte fassen lässt. Ich habe gelernt, zwischen unterschiedlichen Positionen zu vermitteln und in schwierigen Momenten Mediatorin und Motivatorin gleichzeitig zu sein, ohne dabei die eigene Haltung aufzugeben. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Strukturen nicht so funktionieren wie sie sollten, und wie man trotzdem oder gerade deshalb nicht aufgibt. Ich weiß, wie man inhaltliche Arbeit in verwaltenden Strukturen verankert und wie man trotz vollem Terminkalender den Blick für das Wesentliche behält. Dass ich dabei auch außerhalb der Hochschule denken und handeln kann, hat mir meine Zeit als Fremdsprachenassistentin in Irland gezeigt aber auch die Arbeit an einem Ausstellungsprojekt in verschiedenen Gedenkstätten an die Verbrechen des Nationalsozialismus in Polen, das mich immer daran erinnert, warum historische Verantwortung und politisches Engagement untrennbar zusammengehören.
Der Schritt vom hochschulpolitischen Engagement in den Kreisvorstand ist für mich kein Bruch, sondern eine logische Erweiterung. Viele der Themen, die ich im AStA bearbeitet habe, Wohnungsnot, soziale Ungleichheit, demokratische Teilhabe, FLINTA*-Rechte, sind keine rein universitären Fragen. Sie sind auch kommunale Fragen. Und wer sie im Kleinen bearbeitet, weiß, dass sie im Größeren nicht weniger dringlich werden. Ich möchte diese Verbindung in den Kreisvorstand einbringen: ein Netzwerk in die Studierendenschaft, ein Verständnis für die Lebenswirklichkeiten junger Menschen in Münster und den Willen, grüne Politik noch sichtbarer und erlebbarer zu machen.
Demokratie stärken und Beteiligung fördern. Angesichts des erstarkenden Rechtsrucks braucht es eine Politik, die klar benennt, was auf dem Spiel steht und gleichzeitig einlädt statt abschreckt. Im AStA habe ich erlebt, dass Veranstaltungen dann mobilisieren, wenn sie Menschen dort abholen, wo ihre echten Fragen liegen. Das möchte ich auf kommunaler Ebene weiterdenken: Formate schaffen, die kritisches Denken fördern, oft übersehene Gruppen in den demokratischen Prozess einbeziehen. Das muss nicht nur nach außen hin passieren, sondern vor allem auch intern. Wir müssen noch mehr als bisher Formate finden, in denen sich alle einbringen können, egal wie alt sie sind, wie lange sie dabei sind oder wie viel Zeit und Ressourcen sie mitbringen.
Soziale Gerechtigkeit und Lebensbedingungen in Münster. Wohnungsnot, finanzielle Unsicherheit, das sind keine abstrakten Themen, sondern Alltag für viele Menschen in dieser Stadt. In der Hochschulpolitik habe ich als Studierende über genau diese existenziellen Sorgen gesprochen, während andere Redner*innen über Leuchtturmprojekte berichteten. Ich glaube, dass grüne Kommunalpolitik beides im Blick behalten muss: die großen Transformationen und die kleinen Realitäten. Machtstrukturen gilt es überall zu hinterfragen und grüne Politik trägt auch hier Verantwortung.
Queere Politik und sichere Räume. Auch in Münster befinden wir uns leider nicht außerhalb des Patriarchats. Wir sind schon weit gekommen, aber noch nicht da, wo wir hinmüssen und aktuell scheint es so, als würden wir wieder Rückschritte machen. Ich möchte aktiv daran mitwirken, queere Perspektiven strukturell zu verankern, intersektionelle Diskriminierungsfaktoren konsequent mitzudenken und Räume des Austauschs und der gegenseitigen Stärkung zu schaffen. Das ist für mich unverhandelbar und ich bin bereit dazu diese Themen mit der nötigen Kontinuität und Lautstärke zu vertreten!
Ich bringe langjährige Erfahrung in der Gremienarbeit, ein gutes Netzwerk und eine klare politische Haltung mit und gleichzeitig die Überzeugung, dass Ideen besser werden, wenn sie gemeinsam erarbeitet werden und möglichst viele Perspektiven Gehör finden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, leise hinter den Kulissen, aber auch gemeinsam laut, wo es nötig ist.
Liebste Grüße
Lisa (sie/ihr)
- Alter:
- 24
- Geschlecht:
- weiblich
