Veranstaltung: | KMV Grüne Münster 25.03.2025 - LDK-Delegierte und BV-Listen |
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Tagesordnungspunkt: | 5. Wahl Liste Bezirksvertretung Münster-Mitte |
Antragsteller*in: | Kai Michael Meyer vor dem Esche (KV Münster) |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 23.03.2025, 23:50 |
B16: Kai Meyer vor dem Esche
Selbstvorstellung
Liebe Freundinnen und Freunde,
hiermit bewerbe ich mich um die Wiederwahl auf die Liste für die Bezirksvertretung Mitte.
In den letzten Jahren hatte ich das Privileg, als stellvertretender Bezirksbürgermeister und zuvor als Fraktionssprecher der Grünen in der Bezirksvertretung mitzuwirken. In dieser Zeit konnten wir wichtige Themen vorantreiben, die für die Zukunft unserer Stadt von entscheidender Bedeutung sind: Verkehrswende, klimaresiliente Stadt und soziale Gerechtigkeit.
1. Verkehrswende
Der Verkehr in Münster muss sich dringend verändern. Die Verkehrswende ist für mich eine der zentralen Aufgaben der nächsten Jahre. Wir müssen den Radverkehr stärken, den ÖPNV deutlich verbessen und den motorisierten Individualverkehr reduzieren. Unsere Stadt braucht ein durchdachtes, vernetztes Mobilitätskonzept, das den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird und gleichzeitig zur Reduktion von CO2-Emissionen beiträgt.
Dabei ist die Verkehrswende auch ein wesentlicher Schritt hin zu mehr Lebensqualität und sozialer Gerechtigkeit. Eine Verkehrsplanung, wir wie sie aktuell haben, die den motorisierten Individualverkehr in den Mittelpunkt stellt, führt zu Wohnvierteln, die mehr Parkplatz als Lebensraum sind. Das sollten wir aufbrechen und die Lebensqualität, die Aufenthaltsqualität und die Bedürfnisse der Menschen in den Vierteln in den Mittelpunkt rücken.
2. Klimaresiliente Stadt: Anpassung an den Klimawandel
Ein weiteres Thema, das mir sehr am Herzen liegt, ist die Schaffung einer klimaresilienten Stadt. Der Klimawandel ist bereits jetzt spürbar, und wir müssen unsere Stadt so gestalten, dass sie besser mit den Folgen des Klimawandels umgehen kann. Wir müssen mehr Grünflächen schaffen, die das Stadtklima verbessern und gleichzeitig als Erholungsorte dienen. Deswegen waren z. B. zwei unsere ersten Anträge vor 4 Jahren die Einrichtung von Trinkwasserbrunnen in der Innenstadt und die Grünbedachung der Haltestellen. Außerdem haben wir bei jedem Bauprojekt um jeden Baum gekämpft (kein Witz, wir haben wirklich ständig mit der Verwaltung über Bäume diskutiert).
Das kann aber nur der Anfang sein, es ist noch ein weiter Weg bis zur Klimaresilienz.
3. Soziale Gerechtigkeit
Neben der ökologischen Dimension ist mir auch die soziale Gerechtigkeit wichtig. Eine gerechte Stadt ist eine Stadt, die allen Menschen eine Perspektive bietet.
Im Rahmen der Bezirksvertretung ist das ein Thema, welches man häufig nur indirekt bearbeiten kann; aus BV-Sicht kann man hier v. a. die Verkehrspolitik als Werkzeug nutzen.
Mehr verkehrsberuhigte Zonen (Spielstraßen), mehr Tempo 30, kein Zuparken abgesenkter Bordsteine, eine bessere Radwegeinfrastruktur kommen allen Menschen in der Mitte zu Gute und helfen den öffentlichen Raum gerecht aufzuteilen.
Sonderparkzonen oder Wirtschaftsparkzonen, die wir seit Jahren in der BV Mitte fordern, helfen Pflegediensten auch am Sonntagmorgen in den Wohnviertel halten zu können, damit selbstbestimmtes Leben im Alter möglich ist.
Darüber hinaus müssen wir weiterhin Orte schaffen an denen Aufenthalt ohne Konsumzwang möglich ist, u. a. über die Betreuung der Spielplätze sicher eine Kernaufgabe der BVen.
Außerdem haben wir einige unserer Förderungen so vergeben, dass sie hoffentlich langfristig für soziale Gerechtigkeit wirken, wie z. B. die Förderung von Aktionen und Projekten des Kinderschutzbundes.
Nicht zuletzt müssen wir immer dort einschreiten, wo die Gentrifizierung ihre Blüten treibt, ein Thema bei dem aus BV-Sicht noch viel Luft nach oben ist.
Auch in der kommenden Ratsperiode möchte ich diese Themen weiter vorantreiben und gemeinsam mit euch Lösungen entwickeln, die die Lebensqualität in unserem Bezirk und in Münster insgesamt verbessern. Insbesondere in Zeiten des Klimawandels und der sozialen Herausforderungen müssen wir als Grüne in der Mitte klare Akzente setzen. Ich möchte mit euch zusammenarbeiten, um eine gerechte, ökologische und zukunftsfähige Stadt zu gestalten, in der alle Menschen die gleichen Chancen haben und die Natur geschützt wird.
Ich bin überzeugt davon, dass wir mit einem starken grünen Kurs in der Bezirksvertretung weiterhin viel bewegen können. Deshalb möchte ich mich auch in den kommenden Jahren mit voller Energie und Leidenschaft für die Zukunft unserer Stadt einsetzen.
Ich danke euch herzlich für das Vertrauen, das ihr mir in der Vergangenheit entgegengebracht habt und würde mein Wissen und meine Erfahrungen aus der aktuellen Ratsperiode gerne weiterhin in die Arbeit der Bezirksvertretung einbringen, um unsere Stadt noch lebenswerter und zukunftsfähiger zu gestalten.
Zu guter Letzt: ich bin 45 Jahre alt, verheiratet, habe eine Tochter im Grundschulalter und arbeite im Digitalteam der Kulturabteilung des LWL. Für die Grünen sitze ich außerdem in der Mobilitätskommission des Regionalrates Münster.
Mit besten Grüßen,
Kai (Meyer vor dem Esche)
- Alter:
- 45
- Geschlecht:
- männlich